Sabine Unger erhält Kilianpreis 2017

Sabine Unger erhält den Kilianpreis 2017. Laudatorin Hanne Jacobi, die Vorsitzende des Theatervereins, würdigte vor allem ihre Vielseitigkeit und große Überzeugungskraft als Schauspielerin. Sabine Unger überzeuge in jeder erdenklichen Rolle, ob als energische Intellektuelle, als Vamp, als vom Leben enttäuschte Frau oder auch als unbeugsame, unbeirrt ihr Ziel verfolgende Frau. Sie kann unglaublich lustig und komisch sein wie als Dotty Ottley in „Der nackte Wahnsinn“, aber auch eindringlich und sehr berührend – wie in ihrer Rolle als Hannah in „Homo Faber“, die sie auch in dieser Spielzeit weiter spielt. Zuletzt überzeugte sie vor allem als Jelena Protassow in „Kinder der Sonne“  - wo sie in stillem Schmerz und kühler, zurückhaltender Eleganz an der Ignoranz ihres Mannes Pawel litt und gleichzeitig mit ihrer sinnlichen Ausstrahlung den Maler Wagin und das  Publikum betörte. Und sie überzeugte als kluge, brillant argumentierende Staatsanwältin Nelson in Ferdinand von Schirachs „Terror“.  
Sabine Unger wurde in Chemnitz, dem früheren Karl-Marx-Stadt, geboren. Ihr Schauspielstudium absolvierte sie an der Filmhochschule Potsdam/Babelsberg. Sie spielte am Deutschen Theater  in Berlin, am Hans-Otto-Theater Potsdam und drehte fürs Fernsehen. Weitere Engagements führten sie unter anderem an das Theater Altenburg- Gera und ans Schleswig-Holsteinische Landestheater. Seit 2010 gehört sie zum Ensemble des Theaters Heilbronn.