Im Netz (UA)

Schauspiel von Tim Staffel

Empfohlen ab 14 Jahren

„Das Internet ist der zweite Urknall … Alles ist möglich, weil alles frei ist“, sagt eine der Hauptfiguren des neuen Stückes „Im Netz“, das der renommierte Autor Tim Staffel für das Junge Theater Heilbronn geschrieben hat. Es geht um die schier grenzenlosen Möglichkeiten der digitalen Entwicklungen, aber auch um die Gefahren. Für die Uraufführungsinszenierung konnte das Theater Heilbronn das Regiekollektiv Prinzip Gonzo gewinnen, von dem drei Mitglieder für die Heilbronner Inszenierung verantwortlich sind: Alida Breitag, Robert Hartmann und Holle Münster. Stückentwicklung und Inszenierung werden vom Innovationsfonds Kunst des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst gefördert.
In seinem Stück „Im Netz“ entwirft Tim Staffel ein nicht allzu fernes Zukunftsszenario, indem man mittels der Kontaktlinse Iris (engl. ausgesprochen) permanenten Zugang zu allem im World Wide Web gesammelten Wissen hat und dieses mittels bestimmter Algorithmen für sich nutzen kann. Doch die eigenen Gedanken sind längst nicht mehr frei, denn in Iris ist eine Spyware installiert, die alles mitverfolgt und aufzeichnet …

Zum Inhalt


Joris und Emil sind 15 Jahre alt und beste Freunde. Sie spielen zusammen Rugby und Computerspiele. Emil ist ein bisschen in Joris Schwester Ida, die „schräge“ Musik macht, verliebt. Seit einiger Zeit stellt Emil seinen Freund sowohl beim Rugby in den Schatten, denn er hat Kontaktlinse namens Iris, die jeden Schritt des Gegners voraus berechnet. Auch beim Computerspielen kann Joris mit seinem Freund nicht mehr mithalten, denn während er am Rechner sitzen muss, kann Emil sich mittels Iris direkt in die virtuelle Welt hineinbegeben. Iris ist wie ein Bildschirm auf dem Auge. Wenn man will, ist man immer online. Man braucht keine Tastatur, sondern steuert sie mit Gedanken und Augenbewegungen oder über Spracheingabe. Joris, dessen Eltern ihren Kindern so eine teure Iris nicht kaufen können, bekniet Emil, ihm diese besondere Kontaktlinse zu leihen. Er hat ein Faible für Technik, lernt gerade programmieren und ist sofort fasziniert von den Möglichkeiten. Er manipuliert ein Gewinnspiel, um für sich und seine Schwestern je eine Iris zu bekommen. Von da an kennt das Leben der drei keine Grenzen mehr. Joris kreiert einen Avatar, der sich plötzlich materialisiert und ihn auf Schritt und Tritt begleitet. Er nennt ihn Kai für K.I. – künstliche Intelligenz. Die Schule wird zum Kinderspiel, der Erfolg beim Rugby ist phänomenal. Aber woher weiß plötzlich Emils Mutter, die für die Regierung arbeitet, von Dingen, die die drei wirklich niemandem erzählt haben? Sie ahnen nicht, dass in Iris eine Spyware, genannt die Patin, eingebaut ist, die all ihre Handlungen und Gedanken verfolgt. Doch dabei bleibt es nicht … 

Das Spiel zum Stück

Begleitet uns auf eine interaktive Reise ins Netz, spielt mit uns und genießt bei eurem Theaterbesuch einen Informationsvorteil vor den anderen im Publikum. Um zu spielen benötigt Ihr die App „TotoRun“ auf eurem Apple oder Android Smartphone.

Diese könnt Ihr hier herunterladen.


Zum Starten scannt Ihr mit der App den obenstehenden QR-Code und los gehts.

Theaterpädagogische Zusatzangebote:

Zusatzangebote: MaterialmappePublikumsgespräch • Backstage
Literarische Themenfelder:
Freiheit und Verantwortung: Der Mensch im Spannungsfeld von Kultur,

Geschichte und Religion • Demokratie und Diktatur • Ich und die Anderen - Identität und Rolle • Natur und Mensch: Bedrohung - Beherrschung - Versöhnung • Selbstbestimmung und Fremdbestimmung: Politik - Gesellschaft - Sprache

Dramaturgie

Eva Bormann und Stefan Schletter

Software

Toto-Turn On That Object

Nächste Termine / Karten


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