Honig im Kopf

Komödie von Florian Battermann

Nach dem Film von Hilly Martinek und Til Schweiger
In einer Bearbeitung von René Heinersdorff

Dass mit Opa Amandus etwas nicht stimmt, wird allen klar, als er am Grab seiner Frau Margarethe eine sehr merkwürdige Rede hält. Als sein Sohn wenig später einen Anruf von der Polizei erhält, dass Amandus eine Vermisstenanzeige wegen seiner Frau aufgegeben hat, wird deutlich, dass er nicht nur ein klein bisschen verwirrt ist. In seinem Haus sieht es aus wie Kraut und Rüben, er findet nichts mehr wieder. Fakt ist, Amandus, der einmal ein richtig guter Tierarzt und das von allen geachtete Familienoberhaupt war, kann nicht mehr allein leben. Sein Sohn Niko holt ihn zu sich nach Hause. Gegen den Widerstand seiner Frau Sarah, denn mit der Ehe der beiden steht es nicht gut, aber zur großen Freude von Tochter Tilda.
Das Mädchen findet den besten Zugang zu ihm, hat ihren Spaß an der zunehmenden Kindlichkeit des Großvaters und spielt mit ihm das Spiel: »Weißt du noch …«. Geduldig hört sie sich die immer gleichen Geschichten von früher an. Wenn er sich in seiner Vergangenheit befindet, ist Opa Amandus hellwach, und auch sein Gedächtnis für Witze hat er nicht verloren.
Doch im Alltag wird er immer vergesslicher und unberechenbarer. Als er eines Tages fast das Haus in Brand setzt, sieht auch Niko ein, dass sein Vater in ein Pflegeheim muss.
Aber da spielt Tilda nicht mit. Sie hat sich von ihrem Kinderarzt genau erklären lassen, was Alzheimer ist und wie man am besten mit den Patienten umgehen sollte. Das Wichtigste für das Gehirn sei Freude, hat der Arzt erklärt. Ihr Opa liebt Venedig, wo er vor vierzig Jahren seiner Frau einen Heiratsantrag gemacht hat. Daran erinnert er sich noch richtig gut, und er erzählt Tilda wieder und wieder davon. Also schnappt sich das Mädchen ihren Opa und macht sich mit ihm auf den Weg nach Venedig.

Die Familiengeschichte »Honig im Kopf«, die Florian Battermann nach dem gleichnamigen Film von Hilly Martinek und Til Schweiger geschrieben hat, ist von feiner Komik und gleichzeitig emotional tief berührend. Das Thema Alzheimer wird auf leichtfüßige Art und Weise betrachtet, ohne die Tragik der Erkrankung zu ignorieren. Das Stück erzählt von der bedingungslosen Liebe eines Mädchens zu ihrem Großvater, das dessen Krankheit mit sehr viel Humor und Verständnis sieht. Der Film lockte über 7 Millionen Zuschauer in die Kinos und gehört damit zu den erfolgreichsten deutschen Streifen. Seit November 2015 erobert der Stoff auch die Theater.

Regie

Ausstattung

Dramaturgie

Andreas Frane

Rollstuhlplätze im Komödienhaus können nur an der Theaterkasse gebucht werden.

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