Kilianpreise 2016 für Schauspieler Oliver Firit und Ausstatter Tom Musch

Die Kilianpreise 2016 für herausragende künstlerische Leistungen am Theater Heilbronn gehen in diesem Jahr an den Schauspieler Oliver Firit und den Ausstatter Tom Musch.

  

Oliver Firit: Kilian für schauspielerische Gesamtleistung

Mit  Oliver Firit, geboren 1978 in Magdeburg und seit 2008 Ensemblemitglied in Heilbronn,  werde ein Schauspieler geehrt, den das Publikum für seine Vielseitigkeit und seine unglaubliche Spielfreude liebt. Welche Rolle er auch verkörpert, er ist uneitel und stellt sich immer ganz und gar in den Dienst seiner Figur.  In den acht Jahren seines Engagements am Theater Heilbronn habe er eine Vielzahl von Rollen gespielt und  immer überzeugt, sagt die Theatervereinsvorsitzende Hanne Jacobi in ihrer Laudatio. Erinnert sei an seinen „Hamlet“, an den tragischen Charles Bovary oder an den teuflischen Andy Fastow in ENRON, um nur einige zu nennen. Vor allem beherrsche Oliver Firit meisterhaft die hohe Kunst des Komischen, die so leicht daherkomme und so schwer umzusetzen sei.

Tom Musch: Kilian für die herausragende Arbeit als Bühnen- und Kostümbildner

Einer, der mit seinen Bühnen- und Kostümbildern immer wieder verblüfft und fasziniert, ist Tom Musch, der als künstlerischer Partner der Regisseure Axel Vornam und Uta Koschel in den vergangenen Jahren die mit Abstand meisten Bühnenräume und Kostüme für das Theater Heilbronn entworfen hat. Deshalb wird er mit dem Kilianpreis geehrt –  und mit ihm die Abteilungen des Hauses, ohne die seine Entwürfe niemals Realität werden könnten: die Produktionsleitung und die Gewerke des Theaters Heilbronn: Malersaal, Schlosserei, Schreinerei, Dekorationsabteilung, Licht und Technik, sowie die Kostümwerkstatt und die Abteilung Maske –  deren meisterhafte und kreative Arbeit für die Arbeit des Ausstatters essentiell ist.

Auffällig an den Bühnenbildern von Tom Musch ist, dass kein Raum dem anderen gleicht, sagt die stellvertretende Theatervereinsvorsitzende Elisabeth Beker in ihrer Laudatio. Er entwickle die Bühne immer aus dem Text, aus dem Konzept der Inszenierung heraus und versuche dem Stück absolut gerecht zu werden.   „Eines haben seine Ausstattungen bei aller Unterschiedlichkeit gemeinsam“, betont Elisabeth Beker: „Es sind sprechende Räume, die die Situationen, in denen sich die Figuren im Stück befinden, fast körperlich erfahrbar machen. Daran erkennt man immer die künstlerische Handschrift von Tom Musch.“