Tiefe Trauer um Schauspielerin Katharina Voß

Das Theater Heilbronn trauert um Katharina Voß. Die Schauspielerin ist am 26. Februar 2018 nach schwerer, mit großer Tapferkeit ertragener Krankheit im Alter von 50 Jahren gestorben. „Wir sind unendlich traurig“, sagt Intendant Axel Vornam, den mit Katharina Voß seit 24 Jahren eine enge Arbeitsbeziehung an verschiedenen Theatern verband. „Wir verlieren mit ihr eine hochgeschätzte Kollegin, die auf der Bühne faszinierte und die mit ihrer Klugheit, ihrem großen Anspruch an sich selbst und ihrem hohen Berufsethos für viele ein Vorbild war.“ Trotz ihrer Krankheit stand sie, solange es ihre Kräfte zuließen, auf der Bühne, denn das Theaterspielen gab ihr Kraft. Unvergessen ist ihre Interpretation der Claire Zachanassian in „Der Besuch der alten Dame“ oder zuletzt ihre Rolle als Maria in „Was ihr wollt“.  Ob Tragödie oder Komödie, Katharina Voß wusste in allen Genres zu überzeugen. Ihre  Domäne waren Frauen auf der dunklen Seite des Lebens. So ist sie unter anderem als Händlerin Lheureuse in „Madame Bovary“ oder als Iokaste in „Antigone“ in starker Erinnerung. Herausragend war sie auch in der Rolle des St. Just in „Dantons Tod“, in der sie einmal mehr mit ihrer überaus intelligenten Sprachgestaltung brillierte.
2015 wurde sie mit dem Kilianpreis für ihre beeindruckenden schauspielerischen Leistungen ausgezeichnet.
Katharina Voß wurde in Bremen geboren. Von 1991-1994 studierte sie Schauspiel an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Berlin. Nach ihrem Erstengagement am Theater Rudolstadt gastierte sie an vielen Theatern und arbeitete für Film und Fernsehen. Unter anderem spielte sie an der Berliner Volksbühne, am Theater Rudolstadt, am Theater Vorpommern und an den Freien Kammerspielen Magdeburg. Von 2000-2004 war sie am Hans-Otto-Theater in Potsdam engagiert. Für das Kino stand sie 2005 in »Der rote Kakadu« von Dominique Graf vor der Kamera. Von 2006-2008 gehörte sie fest zum Ensemble des Rudolstädter Theaters. Seit September 2008 war sie Schauspielerin am Theater Heilbronn.
Das tiefe Mitgefühl aller Mitarbeiter am Theater gehört ihren beiden Söhnen, ihrem Partner und ihrer Familie in Schleswig-Holstein.