Der Freischütz

Oper von Carl Maria von Weber

Gastspiel des Theaters Augsburg

Am Anfang steht die Angst vorm Versagen: Die Nerven des jungen Jägers Max liegen blank. Eigentlich ist er ein guter Schütze, doch um seine geliebte Agathe, die Tochter des Oberförsters Kuno, heiraten zu können, muss er als Prüfung einen Probeschuss vor dem Fürsten Ottokar absolvieren, und mit seiner Treffsicherheit hat er kurz vor dem Hochzeitstag partout Probleme. Normalerweise zieht Max als furchtloser Jäger »durch die Wälder, durch die Auen« Böhmens, doch nun bleibt ihm nichts anderes übrig, als die Hilfe Kaspars, eines anderen Jägerburschen, anzunehmen. Dieser führt ihn – nicht etwa aus kameradschaftlichem Beistand, sondern aus purer Rachsucht – um Mitternacht in die berüchtigte Wolfsschlucht. Unter Mithilfe dunkler Mächte werden hier sieben Gewehrkugeln gegossen, mit denen es eine besondere Bewandtnis hat …

»O dringt kein Strahl durch diese Nächte? Herrscht blind das Schicksal? Lebt kein Gott?« Glaubenszweifel, Albträume, dunkle Schluchten voller Geister und Dämonen – die Motive der »Schwarzen Romantik« prägen den Text und die Musik vom »Freischütz«. Es geht aber auch um Hoffnung, reine Liebe und um den Sieg des Guten über das Böse. Alles Schwarz und Weiß? Alles gewinnen oder alles verlieren? Die Oper ist deutlich vielschichtiger, denn es geht auch um das Hadern mit gesellschaftlichen Zwängen oder um den Dualismus von Fremd- und Selbstbestimmung. Das sind Themen, die heute so gegenwärtig sind, wie damals.   
          
Die Verbindung von komplexer verdichteter Musik und volksliedhaften, eingängigen Melodien führte noch zu Lebzeiten Carl Maria von Webers (1786-1826) zu internationalen Begeisterungsstürmen. Nicht zuletzt wegen seiner Bekanntheit gilt das Werk als die »erste deutsche Nationaloper«. Zurückzuführen ist die Freischütz-Thematik auf die gleichnamige Erzählung aus dem 1810 erschienenen »Gespensterbuch« von Johann August Apel. An seinen Librettisten Friedrich Kind schreibt Carl Maria von Weber in einem Brief vom 21. Juni 1821 wenige Tage nach der triumphalen Uraufführung am Königlichen Schauspielhaus Berlin enthusiastisch: »Mein vielgeliebter Freund und Mitvater! Viktoria können wir schießen. Der Freyschütze hat ins Schwarze getroffen!«

musikalische leitung

Domonkos Héja

regie und kostüme

Hinrich Horstkotte

bühne

Siegfried E. Mayer

Video

Sophie Lux

Dramaturgie

Sophie Walz

Mit

Wiard Witholt (Ottokar, böhmischer Fürst)
Stephen Owen (Kuno, fürstlicher Erbförster)
Josefine Weber / Sally du Randt (Agathe, seine Tochter)
Jihyun Cecilia Lee / Cathrin Lange (Ännchen, eine junge Verwandte)
Alejandro Marco-Buhrmester (Kaspar, erster Jägerbursche)
Wolfgang Schwaninger ( Max, zweiter Jägerbursche)
Stanislav Sergeev (Ein Eremit)
Thaisen Rusch (Kilian, ein reicher Bauer)
Gerhard Werlitz / Gabor Molnar (zweiter Jänger)

Orchester Augsburger Philharmoniker
Opernchor des Theaters Augsburg

www.theater-augsburg.de

Dauer

3 Stunden

Pause

1 Pause

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