Orlando

Oper von Georg Friedrich Händel

Auf den Schlachtfeldern des Krieges hat der Orlando so manchen Sieg davon getragen. In der Liebe jedoch holt er sich tiefe Wunden, weil seine Angebetete einen anderen will. Vor lauter Eifersucht verliert er sogar den Verstand. Das Versepos »Orlando furioso«, der »rasende Roland«, von Ludovico Ariosto aus dem Jahre 1516 diente als Grundlage für dieses musikalisch grandiose Verwirrspiel um Liebe, Leidenschaft, Verführung, Eifersucht und Magie.

Orlando hat sich in Angelica verliebt und vergisst darüber seine Verpflichtungen als Kämpfer.  Zoroastro fordert ihn auf, Amor zu entsagen und wieder dem Kriegsgott Mars zu folgen. Aber Orlando kann in seiner derzeitigen Verfassung nur lieben und sonst gar nichts. Allerdings fällt seine Liebe nicht auf fruchtbaren Boden, denn Angelica liebt (heimlich) Medoro. Auch Dorinda ist in Medoro verliebt, was die Situation nicht einfacher macht. Doch während Dorinda akzeptiert, dass sich Angelica und Medoro wirklich lieben, löst diese Erkenntnis bei Orlando rasende Eifersucht aus, die sich bis in den Wahn steigert und unberechenbar  wird.
»Händel weiß am besten unter uns allen, was großen Effekt tut; wo er das will, schlägt er ein wie ein Donnerwetter!«, sagte Wolfgang Amadeus Mozart hochachtungsvoll über seinen Komponistenkollegen.
Große Effekte, Gefühlsausbrüche und meisterhafte, barocke und ungeheuer packende Klänge bietet auch seine Oper »Orlando«, die 1732 entstand und 1733 in London uraufgeführt wurde. Der Komponist hatte sie seinem Lieblingssänger, dem Kastraten Senesio, auf den Leib komponiert.

Für die Inszenierung dieser Oper kooperiert das Theater Heilbronn wieder mit dem Württembergischen Kammerorchester Heilbronn und der Staatlichen Hochschule für Musik in Stuttgart, die gemeinsam bereits sehr erfolgreich Mozarts Oper »Così fan tutte« auf die Bühne gebracht haben. Als musikalischer Leiter konnte mit Michael Form ein renommierter Barock-Spezialist gewonnen werden. Regie führt auch bei dieser Kooperation der Heilbronner Intendant Axel Vornam. Für die herausfordernde Titelpartie sagte der erfahrene, international bekannte Counter-Tenor, der Brite Owen Willets, zu. Er ist Absolvent der berühmten Royal Academy of Music und war in Deutschland unter anderem bei den Händel-Festspielen in Halle, an den Staatstheatern Karlsruhe und Hannover zu Gast.  Die vier anderen jungen Sängerinnen und Sänger sind Studierende der Staatlichen Hochschule für Musik Stuttgart und haben sich über ein anspruchsvolles Auswahlverfahren für ihre Rollen qualifiziert: die Sopranistinnen Sara-Maria Saalmann (Angelika) und Johanna Pommranz (Dorinda), die dänische Mezzosopranistin Lisbeth Rasmussen Juel (Medoro) und der Bariton Konstantin Krimmel (Zoroastro).

Regie

Musikalische Leitung

Ausstattung

Sänger

Lisbeth Rasmussen Juel
Konstantin Krimmel
Johanna Pommranz
Sara-Maria Saalmann
Owen Willetts

Statisterie

Württembergisches Kammerorchester Heilbronn

Continuo

Bruno Hurtado (Viola da gamba)
Jorge López-Escribano, Melanie Flores (Cembalo)

Dramaturgie

Andreas Frane

Dauer

2 3/4 Std.

Pause

Pause nach dem 1. Akt

Nächste Termine / Karten


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