Der Vorname

Komödie von Matthieu Delaporte und Alexandre de la Patelliere

aus dem Französischen von Georg Holzer

Eigentlich sollte es ein wunderschöner Abend im Kreis von Freunden und Familie werden. Elisabeth, Französischlehrerin, hat marokkanisch gekocht (und nebenbei auch noch die Kinder versorgt). Ihr Mann Pierre ist Literaturprofessor und kümmert sich um die Wörter und deren Bedeutung. Angesichts dieser wichtigen Aufgabe hat er keine Zeit für Kinder und Haushalt. Statt seiner Frau bei der Vorbereitung des Essens zu helfen, geht er ihr mit seiner Suche nach den Kellerschlüsseln auf den Geist. Noch während Elisabeth von ihrer Mutter am Telefon die letzten Tipps für die Zubereitung der Speisen bekommt, klingelt es an der Tür und Claude, der beste Freund der Familie, steht vor der Tür. Claude ist Posaunist und hat die für einen Mann sehr seltene Begabung, zuhören zu können. Er ist ganz das Gegenteil von Vincent, Bruder von Elisabeth und bester Freund von Pierre, der mit Immobiliengeschäften ein Vermögen gemacht hat. Nun erwartet Vincent ein Kind zusammen mit Anna, die an diesem Abend wie üblich zu spät kommt.
Stolz erzählt der werdende Vater, dass Anna beim Ultraschall war und dass er selbstverständlich einen Sohn gezeugt hat. »Und habt ihr schon eine Idee für den Vornamen?«, lautet die simple Frage von Claude, die den Abend schließlich völlig aus dem Ruder laufen lassen wird. Adolphe soll das Kind heißen, nach der Hauptfigur aus einem Roman.  Doch Vincents Freunde sind entsetzt. Man könne ein Kind heute auf keinen Fall Adolf nennen … Aber Vincent hat Spaß an der Provokation und treibt die Diskussion um den Vornamen immer weiter. Er ließe sich doch nichts von Leuten wie Elisabeth und Pierre vorschreiben, deren Kinder Athena und Adonas heißen. Diese Worte sind nicht mehr zurückzunehmen. Auch das gute Essen kann den Abend nicht retten, denn jetzt wird so richtig ausgepackt, bis die bildungsbürgerliche Fassade bröckelt.   

Kleiner Anlass, große Wirkung: In »Der Vorname« treiben Wortwitz und rasante Dialoge die Geschichte atemlos voran, die es schafft, zugleich komisch, bitterböse und trotzdem liebenswürdig zu sein – eben typisch französisch.
Mit ihrem Debütstück »Der Vorname« haben die Autoren Matthieu Delaporte und Alexandre de la Patellière den größten Erfolg der Pariser Spielzeit 2010/2011 gelandet. 2011 war die Komödie für den Prix Molière nominiert. 2012 wurde das Stück mit der Besetzung der Theaterfassung vom Autorenduo mit nicht minder großem Publikumszuspruch verfilmt.

ZusatzvorstellungEN wegen großer Nachfrage am 25. und 26. Februar

Regie

Ausstattung

Dramaturgie

Andreas Frane

Rollstuhlplätze im Komödienhaus können nur an der Theaterkasse gebucht werden.

Dauer

2 Std.

Pause

Eine Pause

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