Taxi Taxi

Komödie von Ray Cooney

Auf den ersten Blick ist Taxifahrer John Smith ein völlig unauffälliger Mann. In Wirklichkeit hat er es faustdick hinter den Ohren, denn er führt ein Leben mit zwei Frauen in zwei Wohnungen in London. John ist gleichzeitig mit Mary Smith in Wimbledon und Barbara Smith in Streatham verheiratet. Denn kurz nachdem er Mary geehelicht hat, lernte er Barbara kennen und konnte deren Avancen und letztlich ihren Heiratsantrag nicht ablehnen. Natürlich nur, weil er ein so gutes Herz hat. Beide Frauen dürfen niemals voneinander erfahren! Nur dank eines penibel geführten Stundenplanes, flexibler Arbeitszeiten und eines schnellen Autos kann er sein aufregendes Doppelleben organisieren. Doch eines Tages kommt ihm ausgerechnet seine Hilfsbereitschaft in die Quere. John wird Zeuge, wie zwei Männer einer alten Dame die Handtasche stehlen wollen, springt aus dem Taxi, eilt der Frau zur Hilfe und bekommt so heftig eins mit ihrer Handtasche auf den Kopf, dass er verwundet und verwirrt zurückbleibt. Die Frau hielt ihn fälschlicherweise für einen Komplizen der Diebe. Jetzt bringt ihn der korrekte Polizeiinspektor Troughton vom Polizeirevier in Wimbledon nach Hause zu Mary, die ihren Mann schon als vermisst gemeldet hat. Aber gleichzeitig hat auch Barbara aus Streatham die Polizei verständigt, weil ihr Mann, sonst die Pünktlichkeit in Person, nicht da ist. Polizeiinspektor Porterhouse nimmt sich der Sache an.
John Smith ist in Bedrängnis. Sein Stundenplan, das sichere Gerüst seines Doppellebens, ist durcheinander geraten. Außerdem will die Presse unbedingt eine Homestory über den heldenhaften Handtaschenretter bringen, und damit würde alles auffliegen.
In seiner Not vertraut Smith sich seinem Kumpel Stanley an und setzt mit ihm gemeinsam alles daran, die Frauen zu beruhigen und nicht aufzufliegen. Die beiden verheddern sich immer mehr in ihrem Gespinst aus abenteuerlichen Erfindungen, Halbwahrheiten und Lügen.

Ray Cooney, dessen turbulente Farce »Außer Kontrolle« bereits im Theater Heilbronn zu sehen war, ist auch hier wieder ein Meister der atemberaubend schnellen Komödie, in der es drunter und drüber geht. Doch das scheinbare Chaos ist mathematisch präzise geplant und der Irrwitz gekonnt auf die Spitze getrieben. Das Publikum hat dabei den kompletten Überblick, denn es darf, und das ist das Besondere an dieser Komödie, die Ereignisse in beiden Wohnzimmern gleichzeitig beobachten.


Auch diese Inszenierungen könnten Sie interessieren:

  • 29.09.2017
  • Agnes
  • Schauspiel nach dem gleichnamigen Roman von Peter Stamm