Das Geheimnis der Irma Vep

Eingroschengrusel von Charles Ludlam

Lord Edgar Hillcrest ist ein angesehener Ägyptologe und Mumienforscher und Herr auf Gut Mandacrest. Nach dem drei Jahre zurückliegenden Tod seiner ersten Frau Irma Vep hat er nun wieder geheiratet: die ehemalige Schauspielerin Lady Enid. Seine Haushälterin Jane Twisden und der Stallbursche Nicodemus Underwood mögen die neue Hausherrin nicht so richtig. Eine Schauspielerin! Noch dazu hat sie längst nicht die Klasse von Lady Irma.
Lady Enid fühlt sich nicht nur wegen der Ablehnung, die ihr vom Personal entgegenschlägt, unwohl in ihrem neuen Zuhause. Sie hat das Gefühl, dass auf dem Gut irgendetwas nicht stimmt. Das Porträt ihrer Vorgängerin flößt ihr Furcht ein, sie fühlt sich beobachtet. Eines Nachts erzählt ihr die Haushälterin von den merkwürdigen Umständen, unter denen der gemeinsame Sohn von Lady Irma und Lord Edgar ums Leben gekommen sein soll. Der zahme Wolf Victor, den Irma einst als Welpen zu sich genommen und wie einen Schoßhund gehalten hat, soll dafür verantwortlich sein. Er wurde vom Gut verjagt, kommt aber immer wieder, um seine Herrin zu suchen und erfüllt die Nächte mit furchteinflößendem Geheul. Lord Edgar zieht regelmäßig mit seiner Flinte los, um den Wolf zu erlegen und lässt seine ängstliche Frau in diesem gruseligen Haus mit seiner merkwürdigen Dienerschaft allein ...

»Das Geheimnis der Irma Vep« ist eine spannend-komische Gruselpersiflage, die sich gnadenlos aller Genres der Horror- und Schauerliteratur bedient. Anleihen an Bram Stokers »Dracula«, Polanskis »Tanz der Vampire«, Hitchcocks »Rebecca« wie an die Gruselkrimis von Edgar Wallace sind augenfällig. Sämtliche Klischees werden lustvoll bedient, wenn nur zwei Schauspieler, die vom Autor Charles Ludlam als »Schnellverwandlungskünstler« bezeichnet werden, in alle acht Rollen schlüpfen.

Bitte beachten Sie, dass in der Inszenierung Stroboskoplicht verwendet wird.

Dramaturgie

Kristin Päckert

Dauer

2 1/4 Std.

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