Meister der Moderne: Kylián_Celis_Ekman

Ballettabend von Jiri Kylián, Stijn Celis und Alexander Ekman

Gastspiel des Saarländischen Staatstheaters Saarbrücken

Moderne Meister, dahinter verbergen sich die Arbeiten dreier großartiger Choreografen unserer Tage. Jirí Kylián, Jahrgang 1947, trifft Stijn Celis, Jahrgang 1964, und Alexander Ekman, Jahrgang 1984. Drei Generationen, drei unterschiedliche, aber immer unkonventionelle Handschriften – ein inspirierender, eindrücklicher, äußerst vielfältiger Abend.
Er beginnt mit einem der großen Stücke aus dem frühen Schaffen von Jirí Kylián: »Vergessenes Land«, das 1981 beim Stuttgarter Ballett herauskam (und dort nach wie vor getanzt wird). Das Ballett des Saarländischen Staatstheaters ist eine der zwei deutschen Kompanien, die diesen Klassiker des weltberühmten tschechischen Choreografen gegenwärtig im Repertoire haben. Energiegeladene, kraftvolle Bewegungen, wellenartige Sequenzen, Hebungen, Drehungen und Sprünge kennzeichnen die Choreografie, die ihren zentralen Impuls aus Benjamin Brittens expressiver »Sinfonia da Requiem« bezieht.
Stijn Celis aus Belgien, der Leiter der Ballettkompanie am Saarländischen Staatstheater, hat sich eines Stückes angenommen, das ebenfalls zu einem Klassiker geworden ist: »Der wunderbare Mandarin« von Béla Bartók aus dem Jahre 1926. Diese Tanzpantomime erzählt die Geschichte von einem Mädchen, das von drei Männern zur Prostitution gezwungen wird. Eines Tages kommt ein wohlhabender Chinese, der sich unsterblich in das Mädchen verliebt. »Der wunderbare Mandarin« gilt als Meisterwerk des musikalischen Expressionismus und als Bartóks kompromisslosestes Werk.
Den dritten Teil dieses Abends bildet Alexander Ekmans ungeheuer kraftvolles Werk »Cacti«, für das er auch Bühne und Kostüme entwarf. Das Stück entstand 2010 und wurde mit diversen Preisen ausgezeichnet. 16 Tänzer sind hier mit vier Musikern auf der Bühne, alle zusammen nehmen mit Prägnanz, Verve und skurrilen Aktionen die »Exzesse« des sogenannten zeitgenössischen Tanzes aufs Korn. Ekman ist für seinen unkonventionellen Einsatz von Raum, Bewegung und für seinen Humor bekannt. Der Schwede zählt mit seinen 32 Jahren zu den begehrtesten Choreografen zwischen London und Sydney, Dresden und New York. Für »Cacti« hat er Franz Schuberts Presto aus dem Streichquartett »Der Tod und das Mädchen« ausgewählt, arrangiert für Orchester, sowie Ausschnitte aus Streichquartetten Joseph Haydns und Ludwig van Beethovens.

Dauer

2,5 Stunden

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