»Ein Volksfeind« von Henrik Ibsen im Großen Haus

Zeitlose Parabel von politischer Brisanz

Was zählt die Wahrheit, was die Gesundheit von Menschen, wenn die Interessen des Kapitals dagegenstehen? Henrik Ibsens Schauspiel »Ein Volksfeind« aus dem Jahre 1882 schildert parabelhaft, was unsere Welt wirklich im Innersten zusammenhält oder spaltet – je nach Blickwinkel.  Anhand der Geschichte um ein Kurbad,  das wegen verseuchten Wassers zur Gesundheitsgefahr wird, was aber aus ökonomischen Gründen um jeden Preis unter den Teppich gekehrt werden soll, beschreibt er den Sumpf in der Gesellschaft, in dem alle wichtigen Repräsentanten  gemeinsam stecken. Nur einer, der Arzt Dr. Tomas Stockmann (Oliver Firit), will die Vorgänge aufdecken – ein Idealist und Hitzkopf, der im Kampf um das Recht auf jegliche Diplomatie verzichtet, den Sinn für das Machbare verliert und zum »Volksfeind« erklärt wird. »Was hilft dir das Recht ohne die Macht?«, ist für Regisseur Axel Vornam eine zentrale Frage des Stücks. Er sieht den »Volksfeind« als Lehrstück mit einer klugen ökonomischen, politischen und sozialen Analyse über die noch heute gültigen Mechanismen des Zusammenspiels von Politik, Wirtschaft und die vierte Macht, die Medien.  Nur wer die Regeln dieses Spiels beherrscht, kann gewinnen.

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