»Running« ist für den Theaterpreis FAUST nominiert

Gewinner werden am 3. November bekannt gegeben

Große Freude im Theater Heilbronn: »Running« von Anna Konjetzky, eine Inszenierung am Jungen Theater in der BOXX, ist für den diesjährigen Theaterpreis FAUST in der Kategorie beste Regie Kinder- und Jugendtheater nominiert. Das gab der Deutsche Bühnenverein als Stifter des Preises am 19. September bekannt. Damit ist bereits zum zweiten Mal eine Arbeit des Theaters Heilbronn unter die besten drei in Deutschland gewählt worden. Neben »Running« gehen »Wie klingt Nimmerland?« vom Jungen Theater Münster und »Lindbergh - Die abenteuerliche Geschichte einer fliegenden Maus« vom Jungen Schauspielhaus Bochum  ins Rennen um den begehrten Theaterpreis, der am 3. November in Regensburg verliehen wird.
Intendant Axel Vornam freut sich sehr über die Nominierung. »Allein, dass wir auf der Liste der besten drei Inszenierungen stehen, ist eine große Auszeichnung – ganz unabhängig davon, ob wir den FAUST gewinnen.«  Das Junge Theater Heilbronn ist erst im Oktober 2014 mit einem eigenen Ensemble und einer eigenen Spielstätte gegründet worden. Diese Ehrung bestärkt das Team des Heilbronner Theaters, den eingeschlagenen Weg fortzusetzen.


»Running« von Anna Konjetzky (Regie und Choreografie) und Christina Kettering (Text) ist ein Stück an der Schnittstelle von Schauspiel und Tanztheater. Es hatte im September 2017 als Auftragswerk des Theaters Heilbronn Premiere in der BOXX. Dem vorausgegangen war ein langer kreativer Prozess zwischen Inszenierungsteam und Theater, um dieses innovative Format zu entwickeln. Im Mittelpunkt von »Running« steht das Lebensgefühl der Jugendlichen zwischen Leistungsdruck und Sinnsuche, die zwischen eigenen Wünschen, den gesellschaftlichen Anforderungen, den Erwartungen der Eltern und dem Gruppenzwang von Freunden und Altersgenossen ihren Weg finden müssen.  Die BOXX- Schauspieler Jana Franka, Giulia Weis und Sascha Kirschberger und die Tänzer Sarah Huby, Quindell Orton und  Manuel Molino entwickelten gemeinsam mit Anna Konjetzky und Christina Kettering eine Collage aus Text, Bewegung, Sound (Sergej Maingardt), Video und Raum (René Liebert), die das Rennen um den Platz im Leben mit einen Marathon vergleicht. Im Mai 2018 durfte sich das Stück bereits auf dem Theaterfestival »Schöne Aussicht« präsentieren und wurde so einem internationalen Fachpublikum für Junges Theater bekannt.