Verletzungsbedingte Programmänderung im Tanz

Nationaltheater Mannheim Tanz zeigt im Januar „Die vier Jahreszeiten/Empty House“ ? „Der Tod und das Mädchen“ wird in der Spielzeit 2019/2020 zu erleben sein

Der für Januar 2019 geplante Tanzabend „Der Tod und das Mädchen“, der als Gastspiel des Nationaltheaters Mannheim Tanz am Theater Heilbronn angekündigt war, kann aufgrund einer schwerwiegenden Verletzung der Hauptdarstellerin in dieser Spielzeit leider nicht gezeigt werden. Die Heilbronner Premiere dieses Tanzstückes in der Choreografie des Mannheimer Tanzintendanten Stephan Thoss wird um ein Jahr verschoben und in der Saison 2019/2020 am Theater Heilbronn zur Aufführung gelangen. Als adäquaten Ersatz zeigt die Mannheimer Compagnie am 23. Januar 2019 den brandneuen Abend „Die vier Jahreszeiten/Empty House“ mit Choreografien von Johan Inger und Giuseppe Spota. Erst am 11. Januar 2019 in Mannheim Premiere feiernd, wird der Doppelabend anschließend mit vier Vorstellungen im Januar und Februar im Großen Haus des Theaters Heilbronn zu erleben sein. Alle ursprünglich für das Gastspiel „Der Tod und das Mädchen“ geplanten Termine gelten unverändert für das neue Programm.

In »Die vier Jahreszeiten / Empty House« begegnen sich zwei äußerst interessante Choreografenpersönlichkeiten: Johan Inger ist zweifellos einer der renommiertesten Choreografen unserer Zeit. Zunächst war der Schwede selbst viele Jahre Tänzer des Nederlands Dans Theaters und von 2009–2015 Associate Choreographer in dieser Weltklassecompagnie. Zuvor war er von 2003-2008 Leiter des Cullberg Ballets. Ingers Stücke zeichnen sich durch eine besondere Raffinesse aus und werden auf Bühnen weltweit getanzt. Sein expressives Stück »Empty House« zur packenden Geigenmusik Félix Lajkós widmet sich dem Phänomen der Orientierungslosigkeit und zeigt einzelne Versuche, aus Einsamkeit und ungewollter Isolation auszubrechen. Daneben wird Giuseppe Spota, Haus-Choreograf am Nationaltheater Mannheim, in seiner Uraufführung zu Vivaldis berühmten »Vier Jahreszeiten« erforschen, wie Frühling, Sommer, Herbst und Winter auf je eigene Art zu uns sprechen. Das Heilbronner Publikum begeisterte Giuseppe Spota bereits als Tänzer, unter anderem in der Titelpartie von Stephan Thoss‘ „Blaubarts Geheimnis“, wofür er 2011 mit dem Deutschen Theaterpreis  „DER FAUST“ in der Kategorie „Bester Darsteller Tanz“ ausgezeichnet wurde. Seit 2013 ist Spota als freischaffender Choreograf tätig und kreiert regelmäßig Stücke für Tanzcompagnien im In- und Ausland, u. a. am Staatstheater Mainz, am Hessischen Staatstheater Wiesbaden, dem Theater Ulm und Regensburg sowie für das Aterballetto, Junior Balletto di Toscana und das Agora Coaching Project RE.