Hierbleiben ... Spuren nach Grafeneck (UA)

produziert vom Verein Theater in der Tonne e. V. Reutlingen
in Kooperation mit BAFF [Träger Lebenshilfe und BruderhausDiakonie], der Fakultät für Sonderpädagogik der Päd. Hochschule Ludwigsburg, den BruderhausDiakonie-Werkstätten Reutlingen sowie der Habila GmbH Rappertshofen Reutlingen
Kiliansplatz

Sie lebten in verschiedenen Einrichtungen oder bei ihren Eltern, als 1940 die grauen Busse vorfuhren und sie zum Schloss Grafeneck brachten. Unter dem Decknamen T4 wurden hier erstmals Menschen systematisch umgebracht, die den Nazis als Behinderung für die Gesellschaft erschienen, mit der perfiden Begründung, dass für ihre Betreuung mehr aufgewandt werden müsste, als ihre Arbeitskraft einbrächte. Innerhalb nur eines Jahres waren es über 10.000 Menschen mit Behinderungen aus ganz Baden-Württemberg und angrenzenden Gebieten, die in Grafeneck ermordet wurden.

Auf ihren Spuren bewegt sich diese mobile Produktion, greift Fakten und Hintergründe wie konkrete Biografien Betroffener und ihrer Familien auf und setzt sich assoziativ, spielerisch damit auseinander. Das inklusive Ensemble wird dabei von Künstlerinnen und Künstlern verschiedener Bereiche begleitet. Die Produktion wurde an 24 Orten zur Aufführung gebracht, immer mit Elementen, durch die der direkte Bezug zum Ort hergestellt wurde.