Das Land des Lächelns

Operette von Franz Lehár

Gastspiel Pfalztheater Kaiserslautern

Wien 1912. Man feiert den Sieg von Lisa, der Tochter des Grafen Lichtenfels, bei einem Reitturnier. Die verwöhnte und umschwärmte Lisa verliebt sich im Verlauf der Feier in den chinesischen Prinzen Sou- Chong, der als Gesandter seines Heimatlandes in Wien seinen Dienst tut. Sie ist beeindruckt von seiner verhaltenen Leidenschaft und seiner exotischen Aura und begleitet Sou-Chong gegen die ausdrücklichen Warnungen ihrer Familie nach China. Dort muss Lisa jedoch feststellen, dass ihr Sou-Chongs Liebe allein nicht über die Fremdheit der Kultur hinweghilft. Als der Prinz nach Landessitte vier Mandschumädchen heiraten soll, ­begreift Lisa, dass sie sich niemals in China zu Hause fühlen wird. Schweren Herzens kehrt sie wieder in ihre Heimat zurück. Sou-Chong leidet. Doch zeigt er es nie, sondern verbirgt seine Gefühle stets hinter einem Lächeln, so wie es in seinem Land üblich ist: »Immer nur lächeln und immer vergnügt, immer zufrieden, wie’s immer sich fügt, lächeln trotz Weh und tausend Schmerzen. Doch wie’s da drin aussieht, geht niemand was an …«

In den 1920er Jahren, zur Entstehungszeit der Operette, gab es in Wien tatsächlich einige Beziehungen zwischen Wienerinnen und chinesischen Diplomaten, die stets für großes Aufsehen sorgten. Dass zwei junge Menschen aus verschiedenen Kulturen sich ineinander verlieben, deren unterschiedliche Traditionen und Sitten beider Zuneigung auf einen harten Prüfstand stellen, ist heute genauso ein Thema wie damals.
Franz Lehár hat dieses damals brisante politische Thema mit leichter Hand in einen Operettenhit verwandelt. Er formuliert seinen Anspruch an die Musikgattung, deren unbestrittener Meister er ist, folgendermaßen: »Gewiss, in einer Operette soll gelacht werden. Aber in einer Operette sollen auch einige tief greifende Momente, einige wahrhaft empfundene Herzenstöne, echte Anteilnahme an einem Menschenschicksal bei jedem Zuhörer zu irgendeinem kleinen Erlebnis führen, das er mit sich nach Hause trägt.«
»Das Land des Lächelns« ist neben »Der lustigen Witwe« Franz Lehárs berühmteste Operette. Von Anfang an war das »Land des Lächelns« ein beispielloser Welterfolg. Die Uraufführung 1929 am Berliner Metropol-Theater wurde enthusiastisch gefeiert. Viele Stücke aus dem »Land des Lächelns« wie »Dein ist mein ganzes Herz« und »Immer nur lächeln« sind Ohrwürmer. Und noch heute behauptet sich die Operette im Repertoire vieler Opernhäuser.

Musikalische Leitung Anton Legkii
Nachdirigat Olivier Pols
Inszenierung Cusch Jung
Bühne Thomas Dörfler
Kostüme Sven Bindseil
Choreographie Janet Calvert
Leitung Chor Gerhard Polifka
Dramaturgie Andreas Bronkalla

Graf Ferdinand Lichtenfels, Feldmarschalleutnant: Bernhard Schreurs
Lisa, seine Tochter: Ruth Theresa Fiedler / Elvira Hasanagic
Graf Gustav von Pottenstein: Daniel Böhm
Prinz Sou-Chong: Daniel Kim
Mi, seine Schwester: Claudia Auf der Maur / Monika Hügel
Tschang, sein Oheim: Thomas Kollhoff
Obereunuch: Peter Floch
Orchester des Pfalztheaters
Chor des Pfalztheaters
Ensemble Tanz des Pfalztheaters
Statisterie des Pfalztheaters


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