Der goldne Topf

Schauspiel nach E. T. A. Hoffmann

ab 14 Jahren

Wie so oft ist Student Anselmus vom Pech verfolgt. Auf dem Weg zum Linkischen Bad, wo er mit Bier und schönen Mädchen feiern will, rennt er mitten in einen Korb mit Äpfeln und Kuchen hinein, die ein altes Weib feilbietet. Er drückt der ihn verfluchenden Alten sein ganzes Geld in die Hand und zieht sich einsam unter einen Holunderbusch zurück. Doch was ist das? Betörende Düfte steigen empor und drei zierliche Schlangen wispern ihm zu. Eine von ihnen hat unaussprechlich schöne blaue Augen, bei deren Anblick ihn ein seliger Schmerz durchströmt. Aber hat nicht Veronika, die Tochter seines Freundes Konrektor Paulmann, ebenso schöne Augen, mit denen sie ihn oft liebevoll anschaut?
Um seiner Geldnot zu entkommen, tritt Anselmus in die ­Dienste des Archivarius Lindhorst und kopiert für ihn ­wertvolle Manuskripte. Die Leute halten den Archivarius, der merkwürdige Geschichten von Drachen und Feuerlilien erzählt, für ­einen Phantasten. Aber in Anselmus wecken diese Erzählungen eine große Sehnsucht. Er möchte die schöne Schlange wiedersehen, die, wie sich herausstellt, Serpentina, die jüngste Tochter des Archivarius ist. Veronika träumt unterdessen von einem Leben an seiner Seite, wenn er einst Hofrat geworden ist. Anselmus weiß nicht warum, er fühlt sich hin- und hergerissen zwischen Veronika und den Aussichten auf ein geordnetes bürgerliches Leben und der Welt des Archivarius voller Bücher, Mythen, Farben und der schönen Schlange Serpentina. Doch dann passiert das, was Archivarius Lindhorst ihm unter Androhung schwerster Strafen verboten hat …

Pressestimme:

Michaela Adick, Heilbronner Stimme, 07.01.2019

»Auf einer schwarzen Bühne mit Podesten erlebt man ein quicklebendiges vierköpfiges Ensemble mit Anja Bothe, Romy Klötzel und Sascha Kirschberger, das in Windeseile in ungezählte Rollen schlüpft, Regisseur Maik Priebe hat klug Striche gesetzt und erzählt das schwarz-romantische Märchen in kurzen Szenen, die durch Erzählblöcke zusammengehalten werden. Stefan Leibold hat die kühne, zuweilen kühle elektronische Musik eingerichtet, ein Soundsystem mit acht Mikros und zwei Loop-Stationen, an denen das Ensemble selbst Klänge aufnimmt und zu einem ganz eigenen Soundtrack abmischt.«

Regie

Ausstattung

Musikalische Leitung

Dramaturgie

Dauer

1 Stunde , 15 Minunten


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