Spiel's nochmal, Sam

Komödie von Woody Allen

Allan Felix verdient seinen Lebensunterhalt als Filmkritiker. Ein Superjob, liebt er doch nichts mehr als im Kino zu sitzen und ganz in die Welt auf der Leinwand einzutauchen. Manchmal kann er kaum zwischen Film und Wirklichkeit unterscheiden. Für seine Frau Nancy ist das aber so langweilig, dass sie ihren Mann nach zwei Jahren verlässt. Sie will Abenteuer, reisen und nicht nur in dunklen Kinosälen hocken. Nun ist Allans Katzenjammer groß. Was soll er nur tun? Ausgerechnet jetzt hat sein Psychiater Urlaub. Warum kann er nicht so cool sein wie Humphrey Bogart, den er unendliche Male in seinem Lieblingsfilm »Casablanca« bewundert hat, mit dem er sich auch an diesem Abend tröstet. Da steht Bogie doch plötzlich leibhaftig vor ihm, und meint, es gäbe kein Problem, das man nicht mit einem Bourbon und Soda wieder in Ordnung bringen könnte. Außerdem sei die Welt voller Frauen, soll er sich doch eine neue suchen und auf diesen ganzen Beziehungsquatsch pfeifen. Auch Linda und Dick, seine besten Freunde, wollen ihm aus dem Tal der Tränen heraushelfen und vermitteln ihm Treffen mit beziehungswilligen Frauen. Aber Allan ist ganz im Gegensatz zu seinem Filmidol alles andere als ein Womanizer. Nervös, scheu und unsicher wie er ist, glaubt er nicht daran, dass er auf die Damen Eindruck machen kann. Stattdessen versucht er mit falschen Posen und gespielter Lässigkeit zu punkten. Das geht natürlich ziemlich nach hinten los. Erst recht mit seinem imaginären Macho-Coach Humphrey Bogart im Nacken.

Wann ist ein Mann ein Mann? Ein liebenswerter Sonderling, der unverkennbar Züge des Autors trägt, ist nicht nur auf der Suche nach einer neuen Liebe, sondern auch nach sich selbst und dem, was angeblich wahre Männlichkeit ausmacht. Woody Allen hat mit »Spiel’s nochmal, Sam« eine intelligente Komödie geschrieben, in der er liebevoll mit der großen Filmvorlage »Casablanca« spielt. Mit Wortwitz, absurder ­Situationskomik und purer Romantik hat diese Komödie höchsten Unterhaltungswert. Das Theaterstück wurde 1969 mit großem Erfolg uraufgeführt. 1972 machte Woody Allen aus dem Stück ein Drehbuch, das mit ihm selbst in der Hauptrolle und seiner damaligen Lebensgefährtin Diane Keaton verfilmt wurde.

Pressestimmen:

Susanne Schwarzbürger, Heilbronner Stimme, 14.01.2019

»Für Heiterkeit sorgen nicht nur der Kontrast zwischen der bunten 70er-Jahre-Ausstattung vor dem gecrashten Flugzeug aus dem Schwarz-Weiß-Film, die Karo-Pullunder Allans und Oliver Firits mit gekonnter Ungeschicklichkeit gespielten Slapstick-Szenen. Oder Running Gags wie Dicks Manie, am schwarzen Telefon immer wieder ellenlange Nummern durchzugeben, unter denen er erreichbar ist. Für Komik sorgt vor allem die selbstironische Mimesis des Allen-Films, auf die Spitze getrieben in Szenen, die Allans Fantasie entspringen: Halluzinierte Dialoge mit Nancy, die vorweggenommene Reaktion Dicks ...«

Regie

Ausstattung

Dramaturgie

Schauspieler

Dauer

2 Stunden

Pause

1 Pause

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