DISKUSSION: KEINE ZEIT MEHR FÜR BERÜHRUNG?

Impulse für die (Alten-)Pflege

Je älter ein Mensch wird, desto weniger wird er berührt. Im hohen Alter reduziert sich der Körperkontakt oft auf die Verrichtungen der Pflege, auf das Waschen und Umbetten, was häufig nur noch im strengen Zeittakt und unter ökonomischen Gesichtspunkten erfolgt.

Wie können Wissen und Methoden aus dem Tanz hier hilfreich ange­wendet werden? Ein vertieftes Körperbewusstsein kann Pflegende bei ihrer körperlich und emotional anstrengenden Tätigkeit unterstützen.
Mit einem gestärkten eigenen Körpergefühl kann die Pflegeperson sich leichter um den zu pflegenden Menschen kümmern. Aber wie kann eine veränderte Praxis im Pflegealltag realisiert werden?

Verschiedene Aspekte des Themas sollen aus der Perspektive der Pflegenden, der Pflegeforschung, der Pflegeleitung und der Tanz­praxis ­besprochen werden. Im ersten Teil der Veranstaltung berichten die Dozentinnen und die TeilnehmerInnen über Erfahrungen im Workshop »berühren – berührt werden – berührt sein« und zeigen einige Übungen und Methoden. Anschließend diskutieren die Workshopleiterinnen Claudia Feest und Thea Rytz mit Jürgen Maczollek (Leiter der Pflegeeinrichtungen der Paul Wilhelm von Keppler-Stiftung) und Professorin Christel Bienstein. Letztere leitete über 20 Jahre das Institut für Pflegewissenschaften der Universität Witten/Herdecke und erhielt 2004 das Bundesverdienstkreuz für ihre Verdienste in der Pflegeforschung.

Menschen mit Bewegungseinschränkungen sind herzlich eingeladen, an der Veranstaltung teilzunehmen.
Der Zuschauerraum ist barrierefrei zugänglich.

Eintritt frei

Dauer

2 Stunden

Pause

Inklusive Kaffee und Tee

Nächste Termine / Karten


Auch diese Inszenierungen könnten Sie interessieren:

  • 18.10.2018
  • Marilyn
  • Ballett von Jörg Mannes
  • GASTSPIEL Ballett der Staatsoper Hannover