Durch unsere Mütter

Jo Parkes

Tanzinstallation mit Mädchen und Frauen aus Heilbronn und Umgebung

In diesem Jahr findet wieder ein Tanzprojekt mit und für Menschen aus Heilbronn statt. Thema sind die schönen und schwierigen Aspekte in der Beziehung zwischen Mutter, Großmutter und Tochter: Wie nehmen heranwachsende Kinder ihren Körper in Besitz und trennen sich von ihren Müttern? Wie bewältigen Mütter diesen Prozess des Loslassens? Was erbt eine Generation von der nächsten? Geben Mütter ihren Töchtern andere Dinge mit auf den Weg als Väter ihren Söhnen? Wie erleben erwachsene Kinder den Rollenwechsel, wenn ein Elternteil älter wird? Was halten wir fest und was müssen wir loslassen?

Seit Dezember 2018 nehmen Mädchen und Frauen im Alter zwischen 7 und über 70 Jahren an einer Reihe von Workshops und einem wöchentlichen Training teil. Sie tanzen, improvisieren und bringen ihre persönlichen Erfahrungen zum Thema ein. Im Mai wird daraus gemeinsam eine Tanzinstallation entwickelt. Die Präsentation dauert vier Stunden, in denen das Publikum nach Belieben kommen und gehen und sich, wie in einer Ausstellung, frei darin bewegen kann. Geleitet wird das Projekt von der Berliner Tanzkünstlerin und Regisseurin Jo Parkes und der Heilbronner Choreografin und Tänzerin Barbara Buck.

Jo Parkes ist eine der Pionierinnen des »community dance« (Tanzprojekte mit nicht-professionellen Tänzer*innen) und hat mit Menschen jeden Alters und vielen verschiedenen Nationalitäten gearbeitet. Ihre Organisation Mobile Dance e.V. arbeitet sozial engagiert, z. B. in Unterkünften für geflüchtete Menschen in Berlin.
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Jo Parkes kreiert partizipative Stücke: Installationen, Performances für den öffentlichen Raum und Videoarbeiten. 2002 gewann sie den Bonnie Bird Award New Choreography, 2009 erhielt ihr Projekt »Postcards from Berlin« die »Kinder zum Olymp«-Auszeichnung und 2017 wurde das Stück »On Tradition: die junge Generation« zum renommierten »Tanz­treffen der Jugend« eingeladen. Als Gastdozentin lehrt sie an Hochschulen u. a. in Berlin, Stockholm und Bern. Seit mehreren Jahren erforscht sie die Beziehung zwischen den Generationen. 2017 entstand der Performance-Installa­tionszyklus »Linked # 1« mit vier Generationen von Männern im Alter von 11 bis 82 Jahren.

Barbara Buck
absolvierte ihre Ballettausbildung an der Ballettschule des Hamburg Ballett, später folgten Engagements als Tänzerin am Staatstheater Oldenburg, Opernhaus Chemnitz und am Theater Vorpommern. Nach einer Weiterbildung zur Tanzpädagogin und Choreografin an der Universität der Künste Berlin leitete sie Projekte in Greifswald und Stralsund. Seit 2017 lebt und unterrichtet sie in Heilbronn und choreografierte u. a. am Theater Heilbronn für die Theaterstücke »Die Tanzstunde«, »Der Steppenwolf« und »Die Dreigroschenoper«.

Tanzinstallation im Komödienhaus Foyer 15 -19 Uhr

Eintritt jederzeit möglich, Sitzplätze begrenzt vorhanden

10€ (erm. 5€)

Künstlerische Leitung, Choreografie

Jo Parkes

Choreografische Mitarbeit, Trainingsleitung

Barbara Buck

Musik

Marcelo Schmittner

Raum, Kostüm

Gesine Mahr

Produktionsleitung

Nadja Dias

Eine Produktion des Festivals Tanz! Heilbronn 2019, in Zusammenarbeit mit dem Jugend- und Familienzentrum Augärtle, dem Jugend- und Familienzentrum­Bürgerhaus Böckingen und dem Mehrgenerationenhaus Heilbronn.
Gefördert durch den Innovationsfonds Kunst 2018 des Landes Baden-Württemberg.

Nächste Termine / Karten

    SO.26.05.2019   15:00 Uhr

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