RESTRAINT

Lina Gómez

»Restraint« ist ein spannungsgeladenes Duett, das sich trotz seiner Abstraktion durch eine hohe emotionale Qualität auszeichnet. Die Tänzerin Julek Kreutzer und der Drummer Michelangelo Contini lassen sich jeweils voll und ganz auf eine einzige Bewegungsqualität ein: einen fortwährenden Energieausbruch auf kleinstem Raum, der die Kraft konstant in ihre Schranken weist. Angetrieben vom Rhythmus des Schlagzeugs arbeiten sie beharrlich und präzise an der Aufrechterhaltung dieses Zustands, der sich dennoch unmerklich verändert. Tanz und Musik lassen so einen verflochtenen, vibrierenden Raum entstehen.
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Lina Gómez wurde in Kolumbien geboren. Sie studierte Tanz und Theater in Sao Paulo/Brasilien und Choreografie am Hochschulübergreifenden Zentrum Tanz in Berlin, wo sie heute lebt. Als Tänzerin und Performerin arbeitet Lina Gómez u.a. mit Yoshiko Chuma, Tino Sehgal, Edson Fernandes und Jorge Garcia. 2008 war sie Mitgründerin der Kompanie Aberta de Dança in São Paulo, seitdem kreiert sie eigene Arbeiten. Das Goethe-Institut unterstützte sie mehrfach und ermöglichte ihr 2018 die Teilnahme an den »Encuentro Internacional de Jóvenes Creadores« im Taller Casarrodante in Montevideo/Uruguay sowie eine Residenz im Rahmen des bangaloResidency-Programms am Attakkalari Centre for Movement Arts in Bangalore/Indien. Mit »Restraint« wurde sie für 2019 in das europäische Nachwuchstalentprogramm »Aerowaves« aufgenommen.
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»Beharrlichkeit, Intensität und das Streben nach Kontinuität bewegen und inspirieren ›Restraint‹ und meine letzten Arbeiten. Wie können wir körperliche, soziale oder politische Zwänge immer wieder überwinden? Wie können wir uns weiter laufend neu erfinden und das Potenzial des Körpers, die Transformation stimulieren?« (Lina Gómez)

»Eines dieser Stücke, über das man gar nicht so viel sagen/schreiben kann, ohne unwillkürlich in Begeisterungsstürme auszubrechen. Zum Beispiel: Muss man gesehen haben. Eines dieser Stücke, die (eigentlich unsägliche) Adjektive auf den Plan rufen wie: atemberaubend, gewaltig, energetisch, kraftvoll. [...] Selten ist eine so schlichte wie kluge, emotionale wie konzentrierte Arbeit zu sehen. [...] Eingedrehte Gliedmaßen, bebender Rhythmus lassen sie durch den Raum jagen. Impulse, die sich immer wieder verkehren, bei gleichbleibender Intensität in ihren Körper fahren und sie gebannt, auf halber Spitze, am Boden, fallend – wieder aufstehen lassen, um weiter zu rotieren. Minimale Pausen im Bewegungsablauf als kurze Einschübe von so etwas wie Ewigkeit.«
(Alexandra Henning – Tanzraum Berlin / Tanzschreiber, Januar 2018)

Konzept, Choreografie

Lina Gómez

Tanz, Ko-Choreografie

Julek Kreutzer

Live Musik, Künstlerische Mitarbeit

Michelangelo Contini

Lichtdesign

Bruno Pocheron

Kostüm

Sandra Ernst

Dramaturgische Begleitung

Thomas Schaupp

Produktion: Lina Gómez.
In Koproduktion mit ada Studio & Bühne für zeitgenössischen Tanz Berlin und Sophiensaele Berlin.

Dauer

30 Minuten

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