calendal
calendal lebt und arbeitet in Jena und Stuttgart. Sie arbeitet als Theaterregisseurin, Künstlerin, Autorin, Dramaturgin und Kuratorin. Sie studierte Angewandte Theaterwissenschaften an der JLU in Gießen bei Heiner Goebbels und Dr. Bojana Kunst und Regie an der ZHDK Zürich bei Stefanie Lorey. Derzeit bereitet sie an der HKB Bern ihre künstlerische Disseration zu marginalisierten, migrantisierten und queeren Theaterformen in Deutschland und der Schweiz vor.
Künstlerisch und kuratorisch beschäftigt sich calendal mit der Frage, wie Theater und Kunst sich aus dem Zentrum an die Ränder bewegen kann und wie Zukunft erzählt, erinnert und vorbereitet werden kann, wenn die gängigen Erzählungen der Zukunft wieder patriarchal und gewaltvoll sind. Dabei arbeitet sie häufig spekulativ dokumentarisch und von einem transitionierenden Körper aus.
Hierzu entstand in ihrer Regie die Arbeit „trabanten“ mit der Schauspielerin Trigal Sandberger Cañas im Dezember 2025 an den Rändern der Stadt Stuttgart im KiÖR Programm des Kulturamts Stuttgart und am Theaterhaus Jena im September 2025 im Choreographie- und Regieteam Hempel|calendal die Arbeit „l´amourtoujours (reprise/dirtycare)“.
calendal war von 2021–2023 Stipendiatin der Schweizer Botschaften im ESKAS Programm und berufenes Mitglied der Kunstkommission der Stadt Bern. calendal war danceweb Fellow des Impulstanztheaters Wien bei Florentina Holzinger und Meg Stuart. Sie gründete 2017 gemeinsam mit Jasmin Schädler und Mona Louisa-Melinka Hempel das Performance-Kollektiv „die apokalyptischen tänzerin*nen“, das 2021 von dem 6 Tage Frei Festival für ihre Arbeit „Banana Island“ ausgezeichnet wurde. Die letzte "die apokalyptischen tänzerin*nen" Produktion „HA HA HALTUNG“ hatte im Juni 2026 am Renitenztheater Stuttgart Premiere.
Diese ist Teil einer dreiteiligen Arbeitsserie, die sich mit politischem Humor, Kabarett und widerständigem Theater beschäftigt. Im Herbst 2027 hat der dritte Teil Premiere am Theater Rampe. In der Konstellation Schilling/Stamer/Romanowski/calendal entstand 2021 die Produktion „revision-Beobachtungen aus dem Saal 165C“ über den Umgang der deutschen Justiz mit rechtem Terror und die gesellschaftliche Verantwortung.
Derzeit ist sie Fellow der Akademie Schloß Solitude.
