Marianna Souza

 Mariana Souza ist eine in Berlin lebende brasilianische Tänzerin, Musicaldarstellerin, Sängerin, Stepptänzerin und Choreografin. Ihre künstlerische Ausbildung begann in Brasilien und umfasst Musik, Tanz und Theater; sie studierte unter anderem am Conservatório Brasileiro de Música sowie an renommierten Ausbildungsstätten für klassischen und zeitgenössischen Tanz und war später auch selbst als Dozentin tätig.

Ihre berufliche Laufbahn führte sie von frühen Engagements in brasilianischen Tanzkompanien, Fernsehproduktionen und internationalen Bühnenprojekten bis in die europäische Musiktheaterlandschaft. Nach ihrem Engagement bei Der König der Löwen in Hamburg war sie in Produktionen wie Mary Poppins, Ragtime und West Side Story zu sehen und entwickelte sich zu einer vielseitigen Künstlerin an der Schnittstelle von Tanz, Musiktheater und musikalischer Bühnenpraxis.

Ein zentraler Schwerpunkt ihrer künstlerischen Arbeit ist die langjährige Zusammenarbeit mit der Komischen Oper Berlin, wo sie in zahlreichen Produktionen mitwirkte, darunter Chicago, Candide, Kiss Me, Kate, Clivia, Roxy und ihr Wunderteam, Die Perlen der Cleopatra, La Cage aux Folles und Die Blume von Hawaii. Dort war sie nicht nur als Darstellerin und Stepptänzerin tätig, sondern übernahm auch choreografische Aufgaben und arbeitete an der Verbindung von musikalischer Präzision, Rhythmus und szenischer Gestaltung.

Neben ihrer Bühnenarbeit ist Mariana Souza als Choreografin, Lehrerin und Coach tätig und arbeitet mit Institutionen wie dem Berliner Ensemble, der Philharmonie Luxembourg, dem Mainfranken Theater Würzburg und dem Theater Chemnitz. Am Berliner Ensemble arbeitete sie in der Produktion K. unter der Regie von Barrie Kosky. Zudem ist sie an der Philharmonie Luxembourg in der Community-Produktion pOpera in Zusammenarbeit mit der EME – Community Opera Foundation beteiligt, einem partizipativen Opernprojekt, das gemeinsam mit einer vielfältigen, generationsübergreifenden und internationalen Community entwickelt wird. Mit Stella oder Die goldenen Geister vom Kurfürstendamm ist sie erstmals als Choreografin am Theater Heilbronn tätig.

Seit 2023 ist sie außerdem gemeinsam mit Fernando Flesch Mitbegründerin und Koordinatorin des Festivals Brasil Tap Berlin, das brasilianischen Stepptanz mit Musik und weiteren Ausdrucksformen brasilianischer Kultur verbindet und den kulturellen und kreativen Austausch zwischen Künstlerinnen, Musikerinnen und Teilnehmer*innen unterschiedlicher Herkunft fördert. Im Jahr 2026 wurde sie eingeladen, Teil der Jury des Karneval der Kulturen in Berlin zu sein, einer der wichtigsten interkulturellen Veranstaltungen der Stadt.

Ihre Arbeit verbindet technische Präzision, musikalische Sensibilität und interkulturelle Perspektiven. In Lehre und künstlerischer Praxis setzt sie sich mit der Verbindung von Körper, Rhythmus, Szene und kultureller Übersetzung auseinander und bringt dabei ihre langjährige internationale Erfahrung in Musiktheater, Tanz und Choreografie ein.
Mit Stella das Blonde Gespenst vom Kurfürstendamm ist sie erstmals als Choreografin am Theater Heilbronn tätig.