Wer dient hier wem?

Die Dialektik der Macht im digitalen Raum | Podiumsdiskussion
experimenta, UG Foyer

Angesichts der rasanten technischen Entwicklungen, durch deren Nutzung wir uns ganz real in immer größere Abhängigkeiten begeben, stellt sich auch die Frage nach den Machtverhältnissen neu, die die Interaktion von Mensch und Technik bestimmen. Gelten hier die Grundsätze noch, unter denen Hegel das dialektische Zusammenspiel von »Herrschaft« und »Knechtschaft« in seiner 1807 erschienenen »Phänomenologie des Geistes« analysiert hatte, oder müssen wir neue Maßstäbe anlegen? Und was hat das mit dem Menschenbild unserer Gesellschaft zu tun?

 

© Leo Goddard

Alexander Whitley
ist ein preisgekrönter britischer Choreograph, dessen Pionierarbeit im Bereich digitaler Technologie führend auf den Gebiet des zeitgenössischen Tanzes ist. Sein interdisziplinärer Ansatz, welcher sich auf »motion-tracking« und interaktive Technologien fokussiert, umfasst Bühne, Installation, Film und immersive Plattformen. Alexander Whitley ist New Wave Associate am Sadler’s Wells Theatre in London und hat für viele im Vereinigten Königreich führende Tanzkompanien gearbeitet. Seit der Gründung der Alexander Whitley Dance Company 2014 tourten die Produktionen durch das Vereinigte Königreich sowie international.

© Katharina Gossow

Prof. Janina Loh
(geb. Sombetzki) ist Ethiker*in auf einer Stabsstelle Ethik bei der Stiftung Liebenau und hat eine Honorarprofessur an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg am Zentrum für Ethik und Verantwortung (ZEV) inne. Zu Janina Lohs engeren Forschungsinteressen zählen neben dem Trans- und Posthumanismus und der Roboterethik auch Hannah Arendt, feministische Technikphilosophie, Theorien der Urteilskraft, Nachhaltigkeit (insb. im Zusammenhang mit Lohs Konzept einer kritisch posthumanistischen Ethik sowie mit Blick auf Künstliche Intelligenz, Digitalisierung und Robotik), Polyamorie sowie Ethik in den Wissenschaften.

© Ingrid Raff

Dr. Marco Wehr
ist Physiker, Philosoph und international erfolgreicher Tänzer. Seine Arbeitsschwerpunkte als Autor und Redner sind Voraussagbarkeit, Komplexitätstheorie sowie die Beziehung von Körper und Denken. Seine bisher erschienenen Bücher wurden hoch gelobt und auf die Liste der Wissenschaftsbücher des Jahres gewählt. Seine Essays für die FAZ, die sich kritisch mit der Mathematisierung der Welt befassen, wurden für den Henri-Nannen-Preis 2013 nominiert. Marco Wehr ist Leiter des »Philosophischen Labors« in Tübingen (www.philab.de).

© privat

Prof. Thomas Wägenbaur
studierte vergleichende Literaturwissenschaften an der University of California in Berkeley und promovierte an der University of Washington in Seattle. Er lehrte an der Universität Tübingen und half dort beim Aufbau des Studiengangs Komparatistik. Er war Lehrbeauftragter an der Universität Bern und hatte eine Professur für Cultural and Cognitive Studies an der International University in Bruchsal inne. Zurzeit unterrichtet er an der Universität Stuttgart am Lehrstuhl für Anglistik. Seine Forschungsinteressen liegen im Bereich Kommunikation, Populärkultur, Medien und Literatur. Aktuell beschäftigt er sich mit neuronalen Metaphern und deren Verwendung in den Kognitions- und Literaturwissenschaften.