Future World

Tanzabend von Stijn Celis, Marco Goecke und Richard Siegal
Gastspiel Saarländisches Staatsbalett

Am 5. März 2020, wenige Tage vor dem Beginn des ersten Corona-Lockdowns, erlebte »Future World« in Form eines Doppelabends seine ­Premiere am Saarländischen Staatstheater: Mit der Uraufführung von Stijn Celis’ Choreographie »Clara« und »Liedgut« von Richard Siegal, 2014 für das Hessische Staats­ballett entstanden. »Am Ende des Eröffnungs-Abends für das dritte Tanzfestival Saar im Saar­brücker Staats­the­ater will man ›Bitte nochmal!‹ rufen, für beide Stücke«, jubelte die Saarbrücker Zeitung. Pandemie­bedingt knapp zwei Jahre später gibt es das Wieder­sehen mit »Future World«, nun mit einem dritten Ballett versehen: Mit Marco Goeckes 2008 in Monaco choreographiertem »Whiteout«, das das Saarländische Staatsballett als deutsche Erstaufführung zeigen wird.

Allen Werken ist gemeinsam, dass sie verschiedene Sichtweisen auf den Bühnentanz der Zukunft präsentieren. Wie kann man die Sprache des Balletts weiterentwickeln, ohne dass sie ihr Fundament verliert? Wie amalgamiert man Ballett mit den vielen modernen Techniken? Wie findet man eine unverwechselbare Handschrift? Wie tanzen wir morgen? Darauf gibt dieser Abend drei aufregende Antworten.

Die drei Choreografen, deren Arbeiten sich zu »Future World« zusammensetzen, gehören zu den renommiertesten Vertretern des zeitgenössischen Tanztheaters: Von Stijn Celis, seit 2014 künstlerischer Leiter des Saarländischen Staatsballetts, waren in Heilbronn bereits »Der wunderbare Mandarin« und »Prometheus« zu sehen. Marco Goecke ist nach Stationen u. a. am Stuttgarter Ballett und am Nederlands Dans Theater seit 2019 Ballettdirektor an der Staatsoper Hannover. Und der Amerikaner Richard Siegal begann seine Karriere als Tänzer und Choreograf bei William Forsythe, bevor er Werke für das Bayerische Staatsballett, das Cedar Lake Contemporary Ballet oder seine eigene Kompagnie »Ballet of Diffrence« erarbeitete.