Rico, Oskar und die Tieferschatten

Schauspiel von Andreas Steinhöfel
Für die Bühne bearbeitet von Felicitas Loewe

Rico ist anders als andere Jungen. Er denkt zwar viel, aber er braucht dazu länger als andere, weil seine Gedanken durcheinander geraten wie die Kugeln in der Bingotrommel. Der Zehnjährige bezeichnet sich selbst als »tiefbegabt«. Seine Mutter, die ihn sehr liebt, muss ihn als Chefin eines Nachtclubs oft allein lassen. Dann beobachtet er das Hinterhaus, in dem nach einer Gasexplosion niemand mehr wohnt, in dem aber gruselige Schatten umhergeistern.

Eines Tages lernt er einen merkwürdigen Jungen kennen. Oskar, 7 Jahre alt und hochbegabt. Oskar verlässt wegen der Gefährlichkeit des Lebens niemals ohne Motorradhelm das Haus. Die beiden werden gute Freunde. Als Oskar einmal nicht zum verabredeten Zeitpunkt erscheint, stellt sich heraus, dass er das nächste Opfer von Mister 2000 geworden ist. Dieser Mann entführt kleine Kinder und verlangt 2000 Euro Lösegeld von den Eltern. Aber Oskar hat seinem Freund ein Zeichen hinterlassen. Und so nimmt Rico allen Verstand und Mut zusammen und macht sich auf die Suche nach Oskar, um ihn aus den Fängen des Kinderkidnappers zu befreien.

Der Kinderkrimi von Andreas Steinhöfel, 2008 erschienen, ist bereits ein moderner Klassiker der Kinder- und Jugendliteratur. Die kluge und warmherzig erzählte Geschichte wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Deutschen Jugendbuchpreis. Bereits 2009 wurde »Rico, Oskar und die Tieferschatten« für die Bühne adaptiert und ist seither aus den Kinder- und Jugendtheatern nicht mehr wegzudenken.

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