Vanishing Point

Panama Pictures (NL)

In »Vanishing Point« erkundet eine Gruppe von Tänzern und Akrobaten im Alter von Anfang dreißig bis Ende sechzig, was es bedeutet, älter zu werden. Die vergangene Zeit dehnt sich aus, die zukünftige wird immer kleiner. Inwieweit sind wir noch die gleichen Menschen, die wir einmal waren?

»Vanishing Point« ist eine intime Auseinandersetzung mit der Vergänglichkeit. Eine poetische Bilderfolge mit großer körperlicher Intensität, die von dem Wunsch handelt, die Zeit zum Stillstand zu bringen. Mit dem Fluchtpunkt, an dem all unsere Wünsche zusammenfließen, als Lichtblick am Horizont – wo aber auch alles entschwindet ... »Vanishing Point« bewegt sich in einem fragmentierten, architektonisch gestalteten Raum mit Wänden, Ecken und Passagen, die mit extremen Perspektiven und Kontrasten spielen. Ein Niemandsland, in dem die Darsteller sich entfernen und wieder auftauchen, in dem sie taumeln, mit dem Risiko spielen und dem Schicksal trotzen. Wo ihre Körper – kletternd, hängend, balancierend – ins Wanken geraten und nicht zu bändigen sind. Wie keine andere Kompanie versteht es Panama Pictures, Tanz mit Akrobatik und Live-Musik zu einer fesselnden Mischung zu verweben. Der Soundtrack von »Vanishing Point« ist eine neue, aufregende Komposition der Hauskomponisten Strijbos & van Rijswijk und Davide Bellotta, bei der ein modularer analoger Synthesizer und Live-Gitarrenmusik im Mittelpunkt stehen.

Pia Meuthen (Duisburg, 1972) studierte Tanz an der Amsterdam School of the Arts und der Fontys Dance Academy in Tilburg. Nach dem erfolgreichen Abschluss ihres Studiums hat sie im Auftrag verschiedener niederländischer Produktionshäuser und Ensembles Stücke erarbeitet. Seit 2002 ist Pia Meuthen die künstlerische Leiterin von Panama Pictures. Mit ihrer Kompagnie war sie von 2009 bis 2012 Hauschoreografin beim Tanzhaus Station Zuid in Tiburg (NL) und ist seit 2013 Hauschoreografin beim Theater Verkadefabriek in s-Hertogenbosch (NL).

Mit Panama Pictures entwickelte Pia Meuthen eine authentische künstlerische Handschrift: ungeschliffen und pur, in der Tanz, Zirkus und Musik mit einer selbstverständlichen Leichtigkeit miteinander verschmelzen. In ihrem Werk, das sich buchstäblich in die Höhe wagt und Risiken in Kauf nimmt, steht die technische Exzellenz nicht an erster Stelle. Die eng mit dem Tanz verwobene Akrobatik schafft eine Sprache, die vielmehr eine sehr menschliche, aber durchaus auch kraftvolle Ausstrahlung hat.

Brabants Dagblad

Mit Vanishing Point kreiert Panama Pictures ein perfekt getimtes, gefühlvolles Roadmovie für umherirrende Seelen.

Volkskrant

Eine sanfte, männliche Performance, die die Vergänglichkeit greifbar macht.