Freiheit ist ein anderer Ort – Das Leben der Camille Claudel

von Regina Speiseder und Katrin Aissen

Kompromisslose Künstlerin, leidenschaftlich Liebende, begnadete Bildhauerin, von ihrer Zeit verkanntes Genie und am Lebensende an ihren inneren und äußeren Dämonen Zerbrechende: Camille Claudel führte nicht nur ein Leben wie in einem Roman – ihr unabhängiger Geist, ihr wildes Temperament und ihr bedingungsloser Schaffensdrang ließen sie auch immer wieder gegen die gesellschaftlichen Begrenzungen ihrer Zeit anrennen, die Frauen eher die Rolle der Muse denn des Genies zubilligten. In assoziativen Bildern und mit emotionalen Liedern – zwischen Traum und Wirklichkeit – führt der Abend in den Kosmos Camille Claudels: von der jungen Camille, ihrer Kindheit in der französischen Provinz, der Seelenverwandtschaft zu ihrem Bruder Paul Claudel, über die verhängnisvolle »Hassliebe« zu Auguste Rodin, den vergeblichen Versuch, sich als eigenständige Künstlerin zu etablieren, über ihre Beziehung zu Claude Debussy bis hin zu ihrer kompletten Verarmung und Verbannung in eine Nervenheilanstalt – verraten und abgeschoben von ihrer Mutter und ihrem so innig geliebten Bruder.

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