Axel Vornam

Axel Vornam

Axel Vornam wurde 1956 in Castrop-Rauxel geboren. 1967 siedelte er mit seinen Eltern in die DDR über und wuchs in Leipzig auf. Nach einer Ausbildung zum Wirtschaftskaufmann arbeitete er im Studententheater Leipzig, dem »Poetischen Theater«, als Schauspieler und Regisseur. Von 1980 bis 1985 studierte er Regie an der Hochschule für Schauspielkunst »Ernst Busch« in Berlin. Für seine Diplominszenierung »Mein armer Marat« an der Berliner Volksbühne erhielt er den Kritikerpreis der Berliner Zeitungen.
 
Von 1985 bis 1988 war er Regisseur am Meininger Theater, anschließend bis 1995 Schauspieldirektor am Theater Rudolstadt. Sein »Macbeth« wurde 1994 von den Thüringer Kritikern zur Inszenierung des Jahres gewählt. Von 1995 bis 1998 leitete er das Schauspiel in Greifswald/Stralsund. Von 1998 bis 2001 war er freischaffend als Regisseur tätig, von 2001 bis 2003 Chefregisseur am Landestheater Schleswig-Holstein.

Von 2003 bis 2008 war er Intendant und Geschäftsführer am Theater Rudolstadt und setzte dort sehr erfolgreich ein in Deutschland einmaliges Konzept um: Mit den Sparten Schauspiel und Orchester und anderen Kooperationspartnern bot das Theater Rudolstadt das gesamte Spektrum eines Drei-Sparten-Hauses. Zuschauerzahlen und Einnahmen wuchsen während dieser Zeit um ein Drittel. 2006 erhielt das Theater Rudolstadt eine Nominierung als Theater des Jahres für die beste künstlerische Gesamtleistung durch das Fachmagazin »Theater heute«.

Seit September 2008 leitet Axel Vornam das Theater Heilbronn als Intendant und ist wiederum sehr erfolgreich. Er konnte die Zuschauerzahlen steigern, die finanzielle Situation des Hauses maßgeblich verbessern und künstlerisch neue Akzente setzen, beispielsweise mit der Gründung des Jungen Theaters Heilbronn und der Etablierung des Festivals »Tanz! Heilbronn«. Als Regisseur brachte er über 90 Stücke auf die Bühne.

In Heilbronn inszenierte er u. a. eine  eigene Stückfassung von Christoph Heins Roman »In seiner frühen Kindheit ein Garten«, den »Process« nach Franz Kafka, »Dantons Tod« von Büchner,  »Homo faber« nach Max Frisch, »Enron« von Lucy Prebble, »Madame Bovary« von Tine Rahel Völcker, »Don Karlos« von Friedrich Schiller, Mozarts Oper »Così fan tutte«, »Wir sind keine Barbaren« von Philipp Löhle, »Der Auftrag« von Heiner Müller, »Terror« von Ferdinand von Schirach und Shakespeares »Richard III.«.