Theaterfrühstück
Zum Theaterfrühstück vermitteln das Regieteam sowie weitere Beteiligte der Produktion Interessantes und Amüsantes zum Inszenierungskonzept und erlauben mit kleinen musikalischen und szenischen Appetithäppchen einen Einblick in den Probenprozess.
Bereits ab 10:00 Uhr können Sie ein reichhaltiges Frühstück mit vielen kulinarischen Köstlichkeiten nach Wahl von unserem Frühstücksbuffet genießen, dass Sie zur Eintrittskarte dazu buchen können. Sie zahlen dann 20,-€ inklusive Frühstück von 10:00 - 10:45 Uhr und Einführungsveranstaltung.
Die Einführungsveranstaltung um 11:00 Uhr können Sie ohne Frühstück für 5 € besuchen.
22. November 2026: »Stella«, »Animal Farm« und »Christbäume in der Nacht«
Dieses Theaterfrühstück ermöglicht Ihnen besondere Einblicke in »Stella, das blonde Gespenst vom Kurfürstendamm«, einem deutschen Singspiel von Wolfgang Böhmer und Peter Lund in Kooperation mit dem Heilbronner Sinfonie Orchester. Stellas Credo ist: Überleben um jeden Preis. Sie träumt davon, ein Star zu werden. Doch Stella ist Jüdin in einer Zeit, in der Europa „judenrein“ gemacht werden soll. Unter massivem Druck der Gestapo wird sie zur Kollaborateurin. Mit eingängigen Chansons, Jazz und 30er-Jahre-Schlagern wird nachgezeichnet, wie Stella Goldschlag ihr Leben und das ihrer Nächsten zu retten versucht. Stella ist ein bitterböses schwarzes Singspiel über menschliche Abgründe und existenzielle Dilemmata.
Mit »Animal Farm« werden wir Ihnen eine Fabel über Macht und Gesellschaft nach George Orwell und Eileen Blair erzählen. Gleichheit und Freiheit! Dafür stürzen die Tiere die Herrscher der Farm. Doch kaum ist die Revolution vorüber, etabliert sich eine neue Hierarchie. Die Macht Einzelner untergräbt die Ideale, die sie einst befreiten. So endet die Rebellion in einem Regime, das der alten Herrschaft erschreckend ähnelt. Animal Farm ist eine Parabel über Kontrolle, Ideale und deren systematische Aushöhlung. Auf der Bühne entfaltet sich daraus ein hoch aktueller Theaterabend, der die Zerbrechlichkeit von Freiheit unmittelbar begreifen lässt.
Neben den beiden Premieren im großen Haus wollen wir Ihnen mit »Christbäume in der Nacht« auch eine Produktion vorstellen, die in den Kammerspielen als szenische Collage zum Erinnerungsort wird. Die Nacht vom 4. Dezember 1944 zählt zu den dunkelsten Stunden Heilbronns. In wenigen Minuten legte ein Bombenhagel fast die ganze Stadt in Schutt und Asche. Bei dem Angriff der britischen Royal Air Force starben über 6000 Menschen. Der Abend verwebt Musik von u.a. Mozart, Brahms, Copland und Ives mit unterschiedlichsten Zeitzeugnissen aus der Heilbronner Bevölkerung zu einer vielschichtigen Collage. Ein Stück lebendiger Erinnerungskultur zum Gedenken an diesen Einschnitt und ein städtisches Trauma.
Programm für Dezember folgt.


