Nijinski

Ballett von Marco Goecke mit Musik von Frédéric Chopin, Claude Debussy und Libana
Gastspiel Staatstheater Hannover

Das abendfüllende Ballett »Nijinski« erzählt Stationen aus dem Leben des bedeutenden Tänzers und Choreografen Waslaw Nijinski, handelt von den »Brettern, die die Welt bedeuten« und davon, wie nah Kunst und Wahnsinn beieinanderliegen können.

Nijinski war einer der außergewöhnlichsten Künstler des frühen 20. Jahrhunderts. Als Tänzer verkörperte er Rollen, die bis heute für die Tanzgeschichte von großer Bedeutung sind. Seine Partien bei den Ballets Russes unter der Leitung von Sergej Diaghilev, zum Beispiel der Clown in »Petruschka«, der Geist der Rose in »Le Spectre de la rose« und der goldene Sklave in »Scheherazade« sind in das kollektive Gedächtnis der Tanzwelt eingegangen. Der bis heute kaum erreichte Skandal, den Nijinskis eigene Choreografie »Le sacre du printemps« bei dem Pariser Publikum 1913 verursachte, lässt seine visionäre Kraft und künstlerische Tragweite ­erahnen. Verwoben mit der Karriere ist auch sein tragischer Weg in den Wahnsinn. Nijinski ­erlebte beide Welt­kriege und war als Patient einer Nervenheilanstalt der Bedrohung des nationalsozialistischen Euthanasieprogramms ausgesetzt. Er kämpfte gegen die zunehmende Verdunkelung seines Wesens – heute nimmt man an, dass es sich um Schizophrenie handelte – und zog sich zunehmend aus dem öffentlichen Leben zurück.

Marco Goeckes Ballett erfühlt Stationen aus Nijinskis Leben – einem Leben voller Glanz und Ruhm, aber auch die dunklen Seiten seiner Geschichte. Es erzählt mit Bildern vom Zauber und dem Wert des Tanzes sowie persönlicher, menschlicher Not. Sinnlich ist auch der Klang: Frédéric Chopin, wie Waslaw Nijinski polnischer Herkunft, bildet in seinen Klavierkonzerten die vielen Facetten menschlicher Gefühle auf berührende Weise ab.

Goecke, 2015 von der Fachzeitschrift TANZ zum »Choreografen des Jahres« gekürt, war von 2005 bis 2018 Hauschoreograf am Stuttgarter Ballett. Seit 2018 arbeitet er als Hauschoreograf bei der Stuttgarter Compagnie Gauthier Dance und leitet seit letzter Spielzeit das Niedersächsische Staatsballett. Neben vielen anderen Auszeichnungen erhielt er 2006 einen der bedeutendsten Preise der Tanzwelt: den Prix Nijinsky in der Kategorie »Upcoming Choreographer«, der alle zwei Jahre während des Monaco Dance Forum in Monte Carlo verliehen wird. Der für seinen ganz eigenen Stil gefeierte Künstler gastiert mit seiner neuen Hannoveraner Compagnie zum ersten Mal in Heilbronn.

Das abendfüllende Ballett »Nijinski« erzählt Stationen aus dem Leben des bedeutenden Tänzers und Choreografen Waslaw Nijinski, handelt von den »Brettern, die die Welt bedeuten« und davon, wie nah Kunst und Wahnsinn beieinanderliegen können.

Nijinski war einer der außergewöhnlichsten Künstler des frühen 20. Jahrhunderts. Als Tänzer verkörperte er Rollen, die bis heute für die Tanzgeschichte von großer Bedeutung sind. Seine Partien bei den Ballets Russes unter der Leitung von Sergej Diaghilev, zum Beispiel der Clown in »Petruschka«, der Geist der Rose in »Le Spectre de la rose« und der goldene Sklave in »Scheherazade« sind in das kollektive Gedächtnis der Tanzwelt eingegangen. Der bis heute legendäre Skandal, den Nijinskis eigene Choreografie »Le sacre du printemps« bei dem Pariser Publikum 1913 verursachte, lässt seine visionäre Kraft und künstlerische Bedeutung erahnen. Verwoben mit der Karriere ist auch sein tragischer Weg in den Wahnsinn. Nijinski erlebte beide Weltkriege und war als Patient einer Nervenheilanstalt der Bedrohung des nationalsozialistischen Euthanasieprogramms ausgesetzt. Er kämpfte gegen die zunehmende Verdunkelung seines Wesens – heute nimmt man an, dass es sich um Schizophrenie handelte – und zog sich immer mehr aus dem öffentlichen Leben zurück.

Marco Goeckes Ballett erfühlt Stationen aus Nijinskis Leben – einem Leben voller Glanz und Ruhm, aber auch die dunklen Seiten seiner Geschichte. Es erzählt mit Bildern vom Zauber und dem Wert des Tanzes sowie persönlicher, menschlicher Not. Sinnlich ist auch der Klang: Frédéric Chopin, wie Waslaw Nijinski polnischer Herkunft, bildet in seinen Klavierkonzerten die vielen Facetten widerstreitender Gefühle auf berührende Weise ab.

Goecke, 2015 von der Fachzeitschrift TANZ mit dem Titel »Choreograf des Jahres« geehrt, war von 2005 bis 2018 Hauschoreograf am Stuttgarter Ballett. Seit 2018 arbeitet er als Hauschoreograf bei der Stuttgarter Compagnie Gauthier Dance und leitet seit der Spielzeit 2019/20 das Staatsballett Hannover. Neben vielen anderen Auszeichnungen erhielt er 2006 einen der bedeutendsten Preise der Tanzwelt: den Prix Nijinsky in der Kategorie »Upcoming Choreographer«, der alle zwei Jahre während des Monaco Dance Forum in Monte Carlo verliehen wird. Der für seinen ganz eigenen Stil gefeierte Künstler gastiert mit seiner neuen Hannoveraner Compagnie zum ersten Mal in Heilbronn.