King A

Eine Ode an jedes Ritterherz
Schauspiel von Inèz Derksen | Aus dem Niederländischen von Eva Maria Pieper

Ritter kämpfen für das Gute und für Gerechtigkeit, sie sind mutig und riskieren alles, um ihre Schutzbefohlenen und ihre Herzdame zu behüten. Das Wort »ritterlich« steht für Großmut und Selbstlosigkeit, aber auch dafür, mit allen Mitteln für seine Ideale einzutreten. Der berühmte König Artus ist ein Ritter, wie er im Buche steht. Ihm gelingt es als einzigem, das Schwert Excalibur aus einem Stein zu ziehen. So wird er König. Obwohl er es gar nicht will, weil er fürchtet, der Aufgabe nicht gewachsen zu sein. Denn die Leute erwarten von einem König, dass er immer ein Vorbild ist. Artus will aber seine Entscheidungen nicht allein treffen, sondern nur zusammen mit anderen Rittern. Er stellt einen großen runden Tisch auf, an dem kein Platz besser ist als der andere. Jede  Meinung zählt gleichviel. Auch wenn mancher Ritter der Tafelrunde lieber kämpfen würde, als zu diskutieren, geht es von nun an fast gerecht zu im Land, und die Mächtigen vergessen ihren Eigennutz. Alles ist gut, bis sich Artus’ Frau Guinevere in Lanzelot, des Königs besten Freund, verliebt. Da gerät nicht nur Artus’ Welt, sondern auch die Ordnung der Tafelrunde ins Wanken.

»Eigentlich will ich mit King A den Ritter in jedem Menschen wieder zum Leben erwecken«, sagt Inèz Derksen, die diese humorvolle »Ode an jedes Ritterherz« entwickelt hat. Das Stück verbindet die Lust am Ritter-Spielen mit der Artus-Sage. Vor allem aber ist diese Tafelrunde eine Schule der Demokratie. Wie schafft man es, trotz  unterschiedlicher Standpunkte, miteinander und ohne den anderen zu verletzen, zu einer Lösung zu kommen?